Vergleich
Photo-Mechanic-Alternative für Windows
Wer Photo Mechanic benutzt, weiß, warum schnelles Sichten zählt. Offen bleiben zwei Fragen: was es kostet - und ob du für die kleine Korrektur immer noch ein zweites Programm öffnen willst.
Was Photo Mechanic richtig macht
Beim Sichten gilt Photo Mechanic seit Jahren als der Maßstab: Karte rein, Bilder da, mit der Pfeiltaste durch, mit einer Taste entscheiden. In Sport- und Presseredaktionen ist es gesetzt, weil es unter Zeitdruck nicht wackelt. Dazu kommen IPTC-Vorlagen, Code Replacements und Variablen in einer Tiefe, die sonst niemand bietet.
Beim Durchblättern ist FlashView schneller. Derselbe Ordner, derselbe Rechner: Photo Mechanic zeigt rund 9 Bilder pro Sekunde, FlashView rund 30. Und beim Scrollen durchs Raster stehen bei Photo Mechanic erst graue Platzhalter, die Bilder ziehen nach - FlashView zeigt sie schon während der Bewegung. Als deutlich jüngeres Programm ist FlashView auch moderner in Oberfläche und Bedienung. Beide zeigen die JPEG-Vorschau, die in jedem RAW steckt, statt die Datei erst zu entwickeln. Wie das an einem echten Wettkampftag aussieht, zeigt das Video: fast zweitausend RAWs, Fokus prüfen, aussortieren, die Auswahl am selben Nachmittag.
Was sich beim Preis geändert hat
Camera Bits verkauft Photo Mechanic inzwischen als Abo oder als Dauerlizenz: das Standard-Abo für 149 Dollar im Jahr, Plus mit Bilddatenbank für 249. Als Dauerlizenz kostet Photo Mechanic 299 Dollar, Plus 399 Dollar.
Mit der Kündigung des Abos läuft auch das Programm nicht mehr. Deine Metadaten bleiben in den Dateien, öffnen kannst du sie damit aber nicht mehr. Die Dauerlizenz bekommt ein Jahr lang Updates und bleibt danach auf diesem Stand.
FlashView ist ein Einmalkauf, ohne Abo und ohne Folgekosten.
Der schnelle Fix ohne Programmwechsel
Photo Mechanic entwickelt keine RAWs, das ist Absicht. Nach dem Aussortieren geht es also immer in ein zweites Programm. Für die große Entwicklung ist das in Ordnung. Für den schiefen Horizont, das Kennzeichen, das raus muss, oder den engeren Ausschnitt ist es ein Programmwechsel für dreißig Sekunden Arbeit.
FlashView erledigt das direkt: zuschneiden, geraderücken, Belichtung nachziehen, einen Look über die Serie legen. Non-destruktiv, das Original bleibt liegen. Bei RAW arbeitet die Bearbeitung mit den echten RAW-Daten, nicht mit der Vorschau - die Reserven in Lichtern und Tiefen stehen also zur Verfügung.
Ein echter Vorteil ist das Unkenntlichmachen. Kennzeichen, Gesichter von Zuschauern, eine Adresse im Hintergrund: In FlashView schwärzt oder verpixelst du die Stelle direkt beim Sichten, bevor das Bild rausgeht. Mit Photo Mechanic brauchst du auch dafür ein zweites Programm.
Nebeneinander statt entweder-oder
Die Aufteilung in ein Programm zum Aussortieren und eins zum Entwickeln kannst du behalten. FlashView schreibt Bewertungen, Farbmarken und Picks als Standard-XMP neben die Datei, wie Photo Mechanic auch - Lightroom, Bridge und Capture One lesen sie mit. Über den PSD-Roundtrip geht ein Bild an Photoshop und bearbeitet zurück. Du wechselst nur nicht mehr für jeden Alltagsfall.
Und FlashView deckt mehr ab als den einen Auftrag. Du blätterst damit durch dein ganzes Archiv, über alle Unterordner hinweg und ohne Import: Ein Klick auf einen Ordner im Baum zeigt alles darunter - das ganze Archiv, ein Jahr, ein Shooting. Photo Mechanic braucht dafür jedes Mal den eigenen Befehl im Rechtsklickmenü und liest alles neu ein. Und FlashView ist der Bildbetrachter für jeden Tag: Doppelklick im Explorer, Bild ist da.
Im Vergleich
| Kriterium | Photo Mechanic | FlashView |
|---|---|---|
| Bilder pro Sekunde beim Blättern | rund 9 | rund 30 |
| Scrollen im Raster | graue Platzhalter, Bilder ziehen nach | echte Vorschaubilder schon beim Scrollen |
| Alle Unterordner | per Rechtsklick, liest alles neu ein | ein Klick im Ordnerbaum |
| Bearbeiten an Ort und Stelle | nein, bewusst nicht | ja, non-destruktiv |
| Photoshop und zurück | öffnet die Datei, kein Rückweg | mit Bearbeitung hin, kommt von selbst zurück |
| Schwärzen und Verpixeln | nein | ja, direkt beim Sichten |
| Bewertungen als XMP | ja | ja, sofort |
| Metadaten-Tiefe | IPTC-Vorlagen, Variablen | nicht auf diesem Niveau |
| Wasserzeichen, Versand per Mail | ja | nein |
| Katalog über Offline-Medien | in der Plus-Variante | nein |
| Deutschsprachige Oberfläche | nein, nur Englisch | ja |
| Kosten | 149 $ im Jahr als Abo oder 299 bis 399 $ einmalig | einmalig, kein Abo |
Was es über drei Jahre kostet
| Weg | pro Jahr | über drei Jahre |
|---|---|---|
| Photo Mechanic, Abo | 149 $ | 447 $ |
| Photo Mechanic Plus, Abo | 249 $ | 747 $ |
| Photo Mechanic, Dauerlizenz | 299 $ einmalig | 299 $ |
| Photo Mechanic Plus, Dauerlizenz | 399 $ einmalig | 399 $ |
| FlashView | entfällt | Einmalkauf |
Der faire Vergleich ist die Dauerlizenz: einmal zahlen gegen einmal zahlen. Auch dort kostet Photo Mechanic ein Mehrfaches, und die Updates enden nach einem Jahr.
Für wen sich der Wechsel lohnt
Bleib bei Photo Mechanic, wenn du für Redaktionen lieferst und die Metadaten-Werkzeuge brauchst, dein Team damit arbeitet oder du den Katalog über Offline-Medien nutzt.
Sieh dir FlashView an, wenn du vor allem sichtest und aussortierst, selten mehr als Copyright und ein paar Stichwörter einträgst und dich der Programmwechsel für jeden schiefen Horizont stört. Dazu läuft FlashView auf Deutsch, Photo Mechanic nur auf Englisch.
Photo Mechanic lässt sich 30 Tage testen, FlashView 60 Tage. Beide einen Nachmittag lang auf demselben Ordner laufen zu lassen, beantwortet die Frage besser als jeder Vergleichstext.
Selbst ausprobieren
FlashView läuft 60 Tage vollständig und kostenlos, ohne Registrierung. Zum Download - danach ein Einmalkauf, kein Abo.